Johann Fux Gasse 31 Tel. 0316 384795, theozentrum@graz-seckau.at

THEOZENTRUM
AKTUELL
TEAM DER LTH-
SEELSORGE
ARGE VORSTAND
AUSBILDUNGS-
PROGRAMM
Ausbildung

Weiterführende Ausbildung
LITURGIE
SPIRITUALITÄT
SOZIALES
ENGAGEMENT/
PRAKTIKA
FOTOS
ANDERE DIÖZESEN

 

 

 

 

 

 

Ausbildungsprogramm

 
 

Als Theologin und Theologe in der Kirche arbeiten:
Berufung – Beruf – Herausforderung

Anstellungserfordernisse der Diözese Graz-Seckau für den schulischen, pfarrlichen, kategorialen und zentralen Dienst


Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil erfuhren kirchliche Berufe eine Öffnung und Ausweitung, die eine große Bereicherung für den Auftrag darstellen, allen Menschen das Evangelium zu verkünden. Gemeinsam mit den Priestern arbeiten in der Kirche auch viele Laientheologinnen und Laientheologen im Religionsunterricht, in pfarrlichen und kategorialen Seelsorgebereichen oder in diözesanen Zentralstellen mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die Österreichische Bischofskonferenz hat bereits 1978 diesbezügliche Anstellungserfordernisse formuliert und festgestellt, dass in jeder Diözese eine Einrichtung zu schaffen ist, die eine Begleitung für Theologiestudierende und eine spezifische Berufsvorbereitung gewährleistet. Diesem Anliegen hat die Diözese Graz-Seckau in Form der Laientheologenseelsorge entsprochen. Sie ist zur Zeit im Zentrum der Theologiestudierenden (Johann Fux Gasse 31) beheimatet.

Die Laientheologenseelsorge bemüht sich um eine Bewusstseinsbildung der Studierenden für die hohen Anforderungen eines kirchlichen Berufs. Sie informiert über die diözesanen Anstellungserfordernisse und ermöglicht durch ihr Bildungs- und Ausbildungsprogramm, dass die Einzelnen diese Erfordernisse erfüllen können.


Profil für einen kirchlichen Beruf

Kirchliche Berufe sind anspruchsvolle Berufe. Sie ermöglichen und fordern die Entfaltung vieler Aspekte der Persönlichkeit und betreffen den ganzen Menschen. Für die Anstellung erwartet die Kirche als Arbeitgeberin

Menschen mit personal-sozialer Kompetenz, die

·      Entwicklungsbereitschaft und menschliche    Reife  mitbringen  

.    eine Haltung respektvollen Interesses an Menschen haben

·        einfühlsam und beziehungsfähig sind und angemessen mit Nähe und Distanz umgehen  können

·        eine gesunde, belastbare Psyche und Durchhaltevermögen haben

·        Wirklichkeiten aufmerksam wahrnehmen, verantwortungsvolle Entscheidungen treffen    und konsequent handeln

Menschen mit spiritueller Kompetenz, die

·       sich in allen Lebensbereichen immer mehr von Jesus Christus und seinem Evangelium prägen lassen und in der Liebe zu Gott, zu den Menschen – besonders den Armen – und zu sich selbst wachsen wollen

·        sich auf die Frage nach ihrer eigenen Berufung und auf einen geistlichen Weg, dessen Schritte sie benennen können, eingelassen haben und immer wieder einlassen

·       Brennpunkte der christlichen Spiritualität kennen und sie in einer persönlichen Kultur des geistlichen Lebens pflegen: Gebet und Sakramente – besonders die sonntägliche Eucharistiefeier, soziales Engagement

·        den Reichtum christlicher Spiritualität schätzen, sich davon beschenken und herausfordern lassen

·        aufgrund ihrer eigenen Erfahrung andere in grundlegende Glaubensvollzüge einführen und darin begleiten können

Menschen mit theologischer Kompetenz, die

·        sich durch ihr Studium den Glauben in seinen großen Zusammenhängen persönlich reflektierend angeeignet und einen theologischen Standort gewonnen haben sowie bereit sind, ihr theologisches Wissen und Urteilsvermögen weiterzuentwickeln

·        auf dieser Basis fähig sind, den Glauben kraftvoll und verantwortet weiterzugeben

·        fähig sind zu einem offenen und wertschätzenden Dialog mit Menschen anderer Konfessionen, Religionen, Weltanschauungen und Denkweisen

Menschen mit praktischer Kompetenz, die

·        kommunikations- und dialogfähig sind, zuhören und schweigen können, Kritik angemessen annehmen und äußern

·        teamfähig und leitungskompetent, transparent und zielgerichtet arbeiten

·        vernetzen, koordinieren, bei Konflikten vermitteln und unterschiedliche Standpunkte integrieren können

Menschen mit institutioneller Kompetenz, die

·        in der Kirche als Weggemeinschaft des Glaubens leben, sie gestalten, die solidarisch sind und bereit zu konstruktiver Kritik

·        eine eigene geistliche Heimat gefunden haben und fähig und bereit sind, diese auf das größere Ganze der Kirche zu überschreiten

·        sich mit der katholischen Kirche als konkreter Institution identifizieren, ihre Gesetzmäßigkeiten kennen und angemessen mit ihnen umgehen können